Turnierkalender 2026 — 63 ATP-Events, ein voller WTA-Plan und die wichtigsten Daten
Der Tennis Turnierkalender 2026 ist das dichteste Programm, das der professionelle Tennissport je gesehen hat. Allein die ATP umfasst 63 Turniere in 29 Ländern, dazu kommt die WTA mit ihrem eigenen, nahezu ebenso umfangreichen Kalender. Vier Grand Slams, neun Masters 1000, dreizehn ATP 500, diverse ATP 250 und WTA-Events in allen Kategorien — wer hier den Überblick behalten will, braucht einen Plan. Ihr Tenniskalender für 2026 beginnt an dieser Stelle.
Die Tennissaison folgt einer inneren Logik, die sich über Jahrzehnte herausgebildet hat. Sie beginnt im Januar mit der Hartplatz-Saison in Australien und Asien, wechselt im Frühjahr auf Sand in Europa und Südamerika, springt im Sommer kurz auf Rasen, kehrt dann zum nordamerikanischen Hartplatz zurück und endet im Herbst mit der Indoor-Saison und den Saisonfinale in Turin und Riad. Jede Phase hat ihre eigenen Rhythmen, ihre eigenen Stars und ihre eigenen Überraschungen.
Dieser Artikel führt Sie Quartal für Quartal durch das Tennisjahr 2026, hebt die Turniere hervor, die Sie nicht verpassen sollten, und zeigt, wie Sie den Kalender digital abonnieren können.
Saison-Überblick: Quartal für Quartal durch das Tennisjahr
Das erste Quartal gehört dem Hartplatz. Die Saison startet Anfang Januar mit dem United Cup und Vorbereitungsturnieren in Brisbane, Adelaide und Auckland, bevor das Australian Open vom 12. Januar bis 1. Februar den ersten Höhepunkt setzt. Nach Melbourne folgen ATP-Events in Montpellier, Dallas, Marseille und Dubai, während die WTA parallel in Doha, Abu Dhabi und Dubai antritt. Das Quartal endet mit dem kombinierten Masters-1000-Event in Indian Wells Anfang März — dem größten Turnier außerhalb der Grand Slams.
Das zweite Quartal markiert den Übergang auf Sand. Die europäische Sandplatz-Saison beginnt im April mit den ATP-Turnieren in Monte Carlo, Barcelona und Madrid. Monte Carlo und Madrid sind Masters-1000-Events, die als Generalproben für Roland Garros gelten. Parallel veranstaltet die WTA ihre 1000er-Turniere in Madrid und Rom. Das Quartal gipfelt in den French Open, die vom 24. Mai bis 7. Juni stattfinden. Direkt danach beginnt die kurze Rasensaison mit Turnieren in Stuttgart, s-Hertogenbosch, Halle und London — die traditionellen Wimbledon-Vorbereiter.
Das dritte Quartal bringt den größten Belagwechsel des Jahres. Wimbledon läuft vom 29. Juni bis 12. Juli, und unmittelbar danach wechselt die Tour zurück auf Hartplatz. Die nordamerikanische Hartplatz-Serie umfasst die Masters-1000-Turniere in Montreal und Cincinnati, bevor das US Open vom 30. August bis 13. September den letzten Grand Slam der Saison austragen wird. Für Spieler und Fans ist dieses Quartal das intensivste: drei verschiedene Beläge in weniger als drei Monaten, inklusive zwei Grand Slams.
Das vierte Quartal gehört der Indoor-Saison und den Saisonfinale. Die Tour zieht nach Asien — Peking, Shanghai, Tokio — und kehrt dann nach Europa zurück für Indoor-Events in Wien, Basel, Paris-Bercy und Stockholm. Die ATP Finals in Turin im November sind der krönende Abschluss der Herren-Saison: Die acht besten Spieler des Jahres spielen um den letzten großen Titel. Die WTA Finals finden in einer separaten Woche statt, zuletzt in Riad. Danach folgt der Davis Cup, bevor die Saison im Dezember zur Ruhe kommt.
Der vollständige ATP-Kalender 2026 ist als PDF auf der offiziellen Tour-Website verfügbar und enthält alle Termine, Kategorien, Beläge und Standorte. ATP-Chairman Andrea Gaudenzi beschrieb die Ausgangslage für 2026 anlässlich seiner Wiederwahl: Er sehe einen Sport mit stärkeren Fundamenten als je zuvor, gestützt auf Rekordwachstum, das das Potenzial des Tennis widerspiegele — nun sei es an der Zeit, weiterzumachen. Für die WTA bietet wtatennis.com einen vergleichbaren Kalender. Beide Dokumente sind die verlässlichsten Referenzen für die Saisonplanung — und der Ausgangspunkt für jeden Fan, der seinen persönlichen Tenniskalender zusammenstellen will.
Parallel zum ATP- und WTA-Kalender läuft die Challenger Tour mit ihren 265 Turnieren, die über das gesamte Jahr verteilt sind. Diese Events tauchen auf den meisten Kalender-Übersichten nicht auf, können aber für Fans relevant sein, die aufstrebende Spieler verfolgen oder lokale Tennisevents in ihrer Region besuchen wollen. In Deutschland finden jährlich mehrere Challenger-Turniere statt — unter anderem in Braunschweig, Heilbronn und Ismaning —, die hochklassiges Tennis zu erschwinglichen Ticketpreisen bieten.
Highlights 2026: Die Turniere, die man nicht verpassen sollte
Neben den vier Grand Slams gibt es Turniere, die jeder Tennisfan auf dem Schirm haben sollte. Indian Wells ist das offensichtlichste Beispiel. Das BNP Paribas Open in der kalifornischen Wüste hat sich den Spitznamen „fünftes Grand Slam“ verdient — nicht zuletzt dank seiner Besucherzahl von 504 268 im Jahr 2025, die einen neuen Turnierrekord darstellte. Indian Wells ist das erste Combined Event der Saison, bei dem Herren und Damen gleichzeitig auf höchstem Niveau spielen, und die zwei Turnierwochen im März setzen oft den Ton für die weitere Saison.
Die Sandplatz-Troika Monte Carlo, Madrid und Rom verdient besondere Aufmerksamkeit. Drei Masters-1000-Turniere in sechs Wochen auf Sand — das ist ein Rhythmus, der die Sandplatz-Spezialisten belohnt und anderen Spielern die Grenzen ihrer Anpassungsfähigkeit aufzeigt. Madrid hat als einziges dieser Turniere eine besondere physische Komponente: Die Höhenlage von 650 Metern sorgt dafür, dass der Ball schneller fliegt als auf Meeresniveau, was die Sandplatz-Dynamik ungewöhnlich verändert.
Für DACH-Fans sind die Turniere in Halle und Hamburg besonders relevant. Das Halle Open ist ein ATP-500-Turnier auf Rasen und die wichtigste Wimbledon-Vorbereitung im deutschsprachigen Raum. Hamburg bietet ein ATP-500-Event auf Sand, das regelmäßig deutsche Spieler im Teilnehmerfeld hat und eine lange Tradition genießt. Wien im Oktober ergänzt den DACH-Kalender um ein Indoor-Hartplatz-Turnier, das oft als Sprungbrett für die ATP Finals dient.
Die Saisonfinale selbst — ATP Finals in Turin und WTA Finals — sind die Turniere mit dem höchsten Qualitätsgarantie. Hier spielen ausschließlich die besten acht Spieler und Spielerinnen des Jahres. Die Gruppenphasen-Formate beider Turniere sorgen dafür, dass jedes Match zählt und dass Fans an jedem Tag der Woche Spitzentennis sehen können.
Kalender abonnieren: Digitale Tools und Erinnerungen
Den Tenniskalender im Kopf zu behalten, ist bei der Menge an Turnieren unrealistisch. Die praktischste Lösung: digitale Kalender-Abonnements. Die ATP bietet auf ihrer Website die Möglichkeit, den vollständigen Turnierkalender als iCal-Feed zu exportieren, der sich in Google Calendar, Apple Calendar oder Outlook integrieren lässt. Jedes Turnier erscheint dann automatisch mit Datum, Standort und Kategorie in Ihrem persönlichen Kalender.
Wer es selektiver mag, kann sich in Score-Apps wie Flashscore oder Sofascore Erinnerungen für einzelne Turniere oder Spieler einrichten. Der Vorteil gegenüber einem statischen Kalender: Die App passt die Benachrichtigungen dynamisch an den Spielplan an und informiert Sie nicht nur über den Turnierbeginn, sondern auch über die täglichen Ansetzungen.
Für den visuellen Überblick eignet sich das offizielle ATP-Kalender-PDF, das den gesamten Saisonplan auf einer übersichtlichen Zeitachse darstellt. Es zeigt auf einen Blick, welche Turniere in welcher Woche stattfinden, welcher Belag gespielt wird und welche Kategorie das Event hat. Ausgedruckt an der Wand oder als Bookmark im Browser — Ihr Tenniskalender für 2026 ist damit komplett.
Ein letzter Hinweis: Der Kalender ist nicht in Stein gemeißelt. Turniere können verschoben, abgesagt oder in eine andere Woche verlegt werden. Die offiziellen Tour-Websites kommunizieren solche Änderungen zeitnah, und ein abonnierter Kalender-Feed aktualisiert sich automatisch. Flexibilität gehört zum Tenniskalender wie der Belagwechsel zur Saison — wer das akzeptiert, ist für jede Turnierwoche gerüstet.
